KINDERLAND-SACHSEN e.V.

Anerkannter Träger der freien Jugendhilfe

Familienrat

familienratJede Familie erlebt einmal schwierige Zeiten. Wenn die Sorgen zu groß werden ist, stellt sich oft die Frage: „Wer kann helfen?“

Bei einem Familienrat sucht die Familie selbst mit ihren Gästen den Weg, findet ihre Lösung und macht ihren Plan - denn gemeinsam mit Verwandten, Freunden oder Bekannten wissen sie am Besten, was sie gut können und was bei ihnen gut funktioniert.

Wie das geht beschreibt dieser Film aus Berlin

Die Familie bestimmt

wer an ihrem Familienrat teilnimmt aber auch, wer nicht. So läd die Familie Verwandte, Freunde, Bekannte, Nachbarn, ... also Menschen die ihr wichtig sind, ein. Profis aus Beratungsstellen, ErzieherInnen, LehrerInnen, ... können in der Informationsphase mit unterstützen, planen selbst aber nicht mit.

 

Ein unabhängiger Koordinator

begleitet die Familie bis zum Familienrat. Mit seiner Unterstützung bespricht die Familie die Teilnehmer, die Einladung, den Zeitpunkt, organisiert das Ritual und den Ort. Im Auftrag der Familie nimmt er mit allen Kontakt auf.

 

Das Jugendamt

traut unter diesem Focus den Familien zu, Lösungen für die anstehenden Aufgaben selbst zu entwickeln und für deren Umsetzung verantwortlich zu sein. Mit dem Familienrat entsteht ein Plan, der für alle Sicherheit bietet und für den alle Beteiligten die Verantwortung übernehmen können.

Dadurch wird das Recht und die Pflicht der Familien entsprochen, Entscheidungen über ihre Kinder selbst zu übernehmen. Die fallverantwortlichen Fachkräfte des Jugendamtes prüfen die Lösung der Familie im Kontext des Schutzauftrages.

 

Der Familienrat

(auch Verwandtschaftsrat, Familiengruppenkonferenz, Family Group Conference, Eigen Kracht) ist ein Entscheidungsfindungsverfahren. Der Willen, die Motivation, die Ressourcen der Familie und die Lebenswelt stehen im Mittelpunkt.

Das Verfahren stammt aus Neuseeland (Family Group Conference) und wurde dort 1989 als Verwaltungsverfahren gesetzlich verankert.

Weitere fachliche Hintergründe zum Konzept, der Geschichte, den Standards sowie einen Überblick über die internationale Gesetzgebung finden sie auf den Seiten der Fachhochschule Potsdam, Fachbereich Sozialwesen.

In Dresden

wurde im "Eltern (ein)Laden" im September 2007 innerhalb des Projektes der „fallvermeidenden Maßnahmen“ die Strukturen für einen (damals noch) "Verwandtschaftsrat" in Dresden gemeinsam mit dem ASD Cotta gedacht. Der erste Verwandtschaftsrat fand dann mit diesem ASD im Juni 2008 statt. 

Seit dem erarbeitet die stadtweite AG "Familienrat" Unterstützungsstrukturen, die beim Bundesnetzwerktreffen 2012 in Dresden  vorgestellt wurden:

  • den Auftrag der Arbeitsgruppe, um gemeinsam "Stolpersteine" aus dem Weg zu räumen,
  • Dresdner "conect", nach dem spezifischen Intake informiert der ASD einen Koordinator. Bei einem gemeinsamen Termin im Jugendamt entscheidet sich die Familie für den Rat und erhält die Sorge als Auftrag, 
  • Paten; in jedem ASD gibt es mindestens einen Mitarbeiter der Familienratserfahren ist und Kollegen unterstützt, 
  • Fortbildung; für neue Mitarbeiter im Jugendamt, Koordinatoren und Bürgerkoordinatoren,
  • Plan; die Familie präsentiert im Anschluss an ihren Rat ihren Plan dem Mitarbeiter des ASD, alle Teilnehmer Unterschreiben und bekommen zur Ergebnissicherung sofort eine handliche Kopie mit nach Hause, 
  • Kinderschutz; bei angezeigter Kindeswohlgefährdung nehmen zwei Mitarbeiter des ASD den Plan ab, 
  • "... eine kurze Information", das Heft mit allen Informationen zum download im zentralen Laufwerk des Jugendamtes.

Kontakt

Adresse:
Der Familienrat
Berggartenstraße 5
01309 Dresden

Ansprechpartner:
Herr Brandis
Telefon: (0351) 312 099 28
Telefax: (0351) 312 099 29
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!