KINDERLAND-SACHSEN e.V.

Anerkannter Träger der freien Jugendhilfe

Umsetzung der Leitgedanken

FreinetDie Freie Célestin – Freinet – Schule als ein Projekt in Trägerschaft des KINDERLAND – Sachsen e. V. arbeitet in Theorie und Praxis nach den pädagogischen Prinzipien des französischen Reformpädagogen Célestin Freinet.

Freinet's Pädagogik basiert auf der Grundannahme, dass Kinder lernen wollen und dies auch können. Diese kindzentrierte Grundhaltung ist die Basis des pädagogischen Handelns an der Freien Célestin – Freinet – Schule.

Wir sehen uns deshalb als Pädagogen verpflichtet:
  • die subjektive Wirklichkeit des Kindes wahrzunehmen, alle Angelegenheiten auch aus dessen Perspektive zu beachten
  • auf die Kräfte des Kindes zu vertrauen, es mit einer fehlerfreundlichen Grundhaltung zu eigenem Experimentieren und Lernen zu ermutigen und dabei dem Rhythmus des einzelnen Kindes Raum zu geben sowie seinen Arbeitsprozess und seine Leistungen anzuerkennen,
  • dem Kind das Wort zu geben, es an wichtigen Entscheidungen zu beteiligen und bereit zu sein, sich von ihm beeinflussen zu lassen,
  • das Vorauseilen und Vordenken der Erwachsenen zurückzunehmen, das Kind seine eigene Welt erforschen zu lassen,
  • die Entwicklungsbedingungen- und Gesetzmäßigkeiten des Kindes als Grundlage der pädagogischen Arbeit zu nehmen (vgl. Lothar Klein / Herbert Vogt, Freinet Pädagogik in Kindertageseinrichtungen, Freiburg: Herder, 2002, S. 19).

Das Menschenbild Freinets geht davon aus, dass Kinder keine unfertigen Erwachsenen, sondern in jeder Phase ihrer Entwicklung eigenständige Persönlichkeiten sind. „Kinder sind nicht wie Taschen, die gefüllt werden müssen. Im Gegenteil, sie sind voll von Leben, Fragen, Staunen, Freude. Es gilt nicht, sie zu etwas „hinzuziehen“, sondern das Feuer des Lebendigseins gemeinsam mit ihnen zu schüren. „Der Geist ist keine Scheune, die man füllt, sondern eine Flamme, die man nährt“, schreibt Célestin Freinet. Die Grundsätze des Lernens und Lebens unserer Einrichtung greifen deshalb Freinets pädagogische Forderungen auf:

  • Die Kinder haben das Recht auf ihre eigene Entwicklung und ihre Individualität.
  • Die Verschiedenheit der Lernenden ist eine Bereicherung – ihre „Gleichstellung“ ist verderblich.
  • Die Kinder haben das Recht auf ihren eigenen Lernrhythmus
  • Lernen und Arbeit soll Freude machen und in Erfolgserlebnisse münden.
  • Selektion auf Grund von Konkurrenz, Misserfolg oder persönlicher Einmaligkeit ist verderblich.
  • Nicht Übernahme „fertiger Ergebnisse, sondern eigenes Experimentieren und tastendes Versuchen“ sind Ziele des Lernprozesses.
  • Nicht Indoktrination durch vorgegebene „Weisheiten“, sondern die eigene kritische Untersuchung der Wirklichkeit soll das Denken der Kinder bestimmen.
  • Die Kinder sind Initiatoren und Organisatoren ihres Lernprozesses und des Gruppenlebens.
  • Die Arbeit in der Gruppe soll in gemeinsamer Verantwortung kooperativ organisiert werden. (Ingrid Dietrich, Handbuch der Freinet – Pädagogik, Weinheim: Beltz, 1995, S. 27 ff.)

Das Konzept der Freien Célestin–Freinet–Schule in Trägerschaft des KINDERLAND – Sachsen e.V. versteht sich im verbindlichen Kontext mit dem Lehrplan des Freistaates Sachsen und dem sächsischen Bildungsplan. Alle Ziele und Inhalte dieser Richtlinien werden umgesetzt. Freinet entwickelte für seine Leitbilder Methoden und Techniken, welche in der Freien Célestin – Freinet – Schule in Trägerschaft von Kinderland - Sachsen e. V. umgesetzt und praktiziert werden.

Diese Grundsätze unseres Vereins und der Einrichtung sind in einem Qualitätshandbuch nach DIN9001 verankert.

Kontakt

Adresse:
Friedewald
Kötzschenbrodaer Str. 39
01468 Moritzburg

Ansprechpartner:
Sylvia Kreller (amtierende Schulleiterin)
Tel.: (0351) 8 38 75 38
Fax: (0351) 8 33 62 98
cfs.friedewald@
kinderland-sachsen.de

Kapazität:
85 Plätze