KINDERLAND - Sachsen e.V.

Anerkannter Träger der freien Jugendhilfe

Mitglied im Verband -Der Paritätische- Sachsen

Interkulturelle Ausbildung

Der KINDERLAND-Sachsen e.V. veranstaltet in Zusammenarbeit mit französischen Partnerorganisationen  und Drittländern internationale Begegnungen und  Seminare. 

Die Seminare richten sich an junge Pädagogen in der Jugendarbeit und andere Jugendliche, die an interkulturellen und internationalen Jugendaustauschprogrammen als Gruppenleiter mitwirken möchten und die dazu notwendige Qualifikation erwerben wollen. 

Durch den vom Deutsch-Französischen Jugendwerk geförderten Austausch sollen zukünftige Animateure schon heute in den Lernprozess für die internationale Zusammenarbeit eintreten.

Ziel der Seminare sind, durch interkulturelles Lernen zu einem besseren Verständnis der anderen Kultur(en) beizutragen und die Teilnehmer zu befähigen, internationale Jugendbegegnungen erfolgreich zu organisieren.

Die Begegnungen von Multiplikatoren, Sozialarbeitern und Jugendlichen aus drei Ländern (Deutschland, Frankreich und einem dritten Land) sind in drei Abschnitte aufgeteilt, die aufeinander folgend in jedem der drei Länder stattfinden. 

tsm09tst09Nach erfolgter Ausbildung werden die Teilnehmer befähigt sein, selbst interkulturelle Begegnungen zu organisieren.

Ausbildung 2014

Wir sind jung und haben eine Meinung ... was nun? Interkulturelle Ausbildung
Phase 1 in Dresden

Anfang Juli führten wir eine interkulturelle Ausbildung in Dresden durch. Teilnehmer waren jeweils 6 Jugendliche aus Deutschland, Frankreich und Tunesien,die lernen wollten, wie man eine bi- oder trinationale Jugendbegegnung organisiert.
Als Thema haben wir uns die Mitbestimmung von Jugendlichen in der Gesellschaft gewählt. Zu den Teilnehmern gehörten Pädagogikstudenten, Jugendliche und Schüler, die sich bereits in Jugendgremien engagieren und interessiert sind, eine Jugendbegegnung zu organisieren.
Es war eine intensive Woche mit vielen Lernerfahrungen, so z.B. zu den existierenden Vorurteilen und der Überprüfung anhand eigener Erfahrungen, zu Sprachkenntnissen und Verständigungsmöglichkeiten auch ohne gute Sprachkenntnisse.
Wir haben neben zahlreichen Workshops auch Exkursionen durchgeführt, so z.B. zum Kennenlernen des deutschen Schulsystems und der Entwicklung im Schulbereich. Uns bewegte dabei vor allem die Frage: Was hat das für Auswirkungen auf die Mitbestimmungsrechte von Schülern? Im Kletterpark war dann wiederum das Arbeiten mit den anderen Gruppen sehr wichtig, die Verständigung untereinander, die gegenseitige Unterstützung und gute Absprache untereinander. Es funktionierte nach diesen 5 Tagen schon sehr gut!
Die französische Gruppe präsentierte ihr Jugendparlament und um welche Probleme es sich kümmert und wir luden ein deutsches Jugendparlament ein, welches von jeweils 2 Vertretern jeder Gruppe interviewt wurde. Das war sehr spannend und es gab sowohl Gemeinsamkeiten als auch Unterschiede festzustellen.
Die erste Phase der Ausbildung ist erfolgreich absolviert und wir sehen gespannt der zweiten Phase in Tunesien entgegen, um dann mehr zu erfahren zu den Möglichkeiten für Jugendliche in Tunesien.

Wir danken dem deutsch-französischen Jugendwerk für seine Unterstützung bei der Finanzierung und Umsetzung dieser Ausbildung!

Wir sind jung und haben eine Meinung…was nun? Interkulturelle Ausbildung,
Phase 2 in Tunesien vom 17.10. - 24.10.2014

Alle wollten im Flugzeug am Fenster sitzen. Das war schon die erste Herausforderung in punkto Gruppendynamik. Findet einen Konsens – wir haben das Problem gelöst!

Wir waren auf dem Weg zur 2. Phase unserer interkulturellen Fortbildung nach Tunis. Gefördert durch das deutsch-französische Jugendwerk hatten wir uns auf ein in 3 Phasen durchzuführendes Seminar eingelassen. Daran nahmen 6 junge Menschen aus 3 Ländern begleitet von jeweils 2 erfahrenen Teamern teil. Sie konnten lernen wie man eine interkulturelle Jugendbegegnung organisiert und durchführt.

Im Juni fand bereits die erste Phase in Dresden statt und nun waren wir schon wieder unterwegs, um uns zum zweiten Mal zu treffen, diesmal in Tunis.

Der Vorteil war, dass wir die meisten Teilnehmer schon aus der ersten Phase kannten, denn sowohl unsere Gruppe als auch die der französischen und tunesischen Teilnehmer war bis auf wenige Ausnahmen gleich besetzt.
Müde von der Reise trafen wir mitten in der Nacht in einem Jugendzentrum in Hammameth ein. Am Morgen sahen wir dann unsere Freunde aus den anderen Gruppen, die am Vortag bereits vor uns angekommen waren.

Von nun an begann eine sehr intensive und bereichernde gemeinsame Woche.

Wichtigste Programmschwerpunkte waren:

  •         Die sprachliche Fortbildung
    Diese wurde täglich immer gleich nach dem Frühstück mit sehr viel Freude durch alle absolviert. Jede Gruppe hatte z.B. die Aufgabe, sich ein mit dem Thema zusammenhängendes Tagesmotto zu überlegen, welches dann in 3 Sprachen geübt wurde
  •  Mit der Frage, wie können Kinder, Jugendliche und Familien im Alltag aber auch in schwierigen Situationen Hilfe und Unterstützung finden beschäftigten wir uns mehrfach indem wir :
    - 2 Vereine kennenlernten, die sich jungen Menschen in Not widmen
    - 1 Behindertenschule und -werkstatt besuchten
  •  In einer spannenden Diskussionsrunde kamen wir ins Gespräch mit Vertretern von 2 Parteien die gerade mitten im Wahlkampf waren. Ein Richter erklärte uns die dafür geltenden gesetzlichen Spielregeln.
  •  Kennenlernen von traditionellen Lebensgewohnheiten
  •  Sport und Spiel in der Gesamtgruppe

Das Seminar war sehr interessant für alle Beteiligten und klingt auch heute noch in uns nach. Bei einem Treffen unserer Gruppe nach der Rückkehr haben wir Fotos und die vielen Eindrücke noch einmal ausgetauscht. Es wurde ein Artikel für den Newsletter der FAD geschrieben und die ersten Reflexionen aus unserer interkulturellen Facebookseite ausgewertet.

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