KINDERLAND-SACHSEN e.V.

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Spurensuche 2017 - "Von Schacht zu Schacht"

„Von Schacht zu Schacht“- JUFZ auf Spurensuche in Brand-Erbisdorf

Nachdem wir im vergangenen Jahr für die Umsetzung unseres Spurensucheprojektes sachsenweit bei den Jugendgeschichtstagen in Dresden den 1. Preis erhielten, bewarben wir uns auch in diesem Jahr. Mitte März erhielten wir von der Sächsischen Jugendstiftung den Zuschlag. In Anlehnung an unser letztes Projekt, "Der wandernde Stein", wollen wir die Beziehungen von Kurfürst August zu unserem Heimatort näher beleuchten. In diesem Zusammenhang werden wir die Verbindung von Silberabbau und Wirtschaftsförderung zu unserem Heimatort aufarbeiten. Da die Geschichte des Bergbaus eng mit der Entwicklung unserer Heimatstadt verbunden ist, begeben wir uns dazu auf Spurensuche. Unsere Informationen zum Projekt erhielten wir vom Leiter des Museums "Huthaus Einigkeit" in Brand-Erbisdorf, Thomas Maruschke. Er gab uns kurze Umrisse zur Geschichte des Bergbaus in unserer Stadt. So kam uns die Idee, die Schächte von Brand-Erbisdorf nicht nur zu erforschen, sondern selbst in Zusammenarbeit mit dem Bergbauverein unserer Stadt vor Ort tätig zu werden.

Beim Kumpeltreffen wollen wir uns mit Zeitzeugen über die Arbeit der Bergleute informieren und Bezüge zu den einzelnen Schächten in unserer näheren Umgebung herstellen. Weiterhin möchten wir bei diesem Treffen Fakten über die Gründung und Entwicklung der Stadt vor dem Hintergrund des Bergbaus, des hiesigen Handwerkes sowie auch über die Kultur ihrer Bewohner der damaligen Zeit sammeln.

Wir werden Geschichte zum Anfassen erleben und umsetzen. Als aktiven Beitrag zur Traditionspflege wollen wir gemeinsam mit Mitgliedern des Bergbauvereins im Bartholomäusschacht bei der Erneuerung von Leitern zu bergmännischen Fahrten Unterstützung leisten.
Ein Workshop in Form einer Bergbauralley soll uns von Schacht zu Schacht führen. Wir wollen so nicht nur die wirtschaftliche Entwicklung des Bergbaus dokumentieren. Uns ist wichtig mitzuhelfen, um so die Ordnung und Sicherheit in den Stolln in unserem Umfeld zu erhalten und gegebenenfalls zu verbessern. Während der Sommerferien werden wir das Leben und die Arbeit der Bergleute hautnah erleben. Deshalb ist geplant, wie die Bergleute in den Schacht einzufahren. Dort werden wir uns mit Werkzeugen im Abbau des Gesteins versuchen. Wir wollen erleben, wie hart die Bergleute arbeiten mussten, wie sie gekleidet waren, welches Licht ihnen zur Verfügung stand und wie mühselig der Gesteinsabbau war. Auch die Mahlzeiten werden wir nach alter Bergmannstradition ausprobieren. Um den Tagesablauf so realistisch wie möglich umzusetzen, werden wir auf dem Gelände der Reußenhalde übernachten.
Das historische Gebäude "Huthaus Einigkeit" als Ort der Entdeckung, Bildung und Begegnung soll während des gesamten Projektes ein fester Anlaufpunkt für unsere Arbeit sein. So besteht für uns die Möglichkeit in Zusammenarbeit mit den Mitgliedern des Bergbauvereins einige historische Anschauungsstücke zu gestalten. Es könnte ein Mundloch entstehen oder wir könnten einen Hundt nachbauen. Auch die Bedeutung der verschiedenen Uniformen der Bergleute wollen wir beleuchten. Vielleicht können wir selbst ein Arschleder herstellen und ausprobieren. Dazu werden wir Kontakt zum Bergbauverein in Freiberg aufnehmen und die dortige Kleiderkammer der Bergleute besuchen.
Das Züchten von Kristallen haben wir als weitere Besonderheit in unsere Ideensammlung aufgenommen. Da unser Jugendparlament und unser Juniorstadtrat in jedem Jahr eine Persönlichkeit bzw. einen Verein unserer Stadt im Rahmen der Veranstaltung "Dank dem Ehrenamt" auszeichnen, die uns besonders ehrenamtlich unterstützen, werden wir diese Kristalle als Dankeschön übergeben.
Die Traditionen der Bergleute wollen wir gemeinsam aufarbeiten. Dazu gehören natürlich die Bedeutung der Mettenschicht, aber auch Symbole wie Hammer und Schlegel. Der Schwibbogen sowie die Figuren Bergmann und Engel wollen wir versuchen als Ausstellungsstücke für unsere Präsentation herzustellen. Im Rahmen der Hobby- und Vereinsausstellung sowie in der Schauanlage des Bartholomäusschachtes und im Museum des "Huthaus Einigkeit" werden dann die Ergebnisse unseres Projektes der breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht.
Unterstützung erhoffen wir uns von der Stadt Brand-Erbisdorf(Museumsleiter, Bauhof, Jugendbeauftragter), vom Jugend- parlament des JUFZ sowie interessierten Vereinen und Bürgern der Stadt.
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>>> Link zu den Artikeln in der FreiePress vom 18.07. und 03.08.17

 

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